„Wenn Du an Deine Stärke glaubst, wirst Du täglich stärker.“ (Mahatma Gandhi)

Sonntag, 21. Juli 2013

CP 12.Tag Caldas de Reis – Padrón


Heute frühstücken wir noch im Hotel und laufen erst spät los, da wir um die Mittagszeit bei der Pilgerspeisung „Mesa de Pedra“ in Pontecesures sein wollen, die aber – wie wir feststellen müssen - leider am heutigen Sonntag geschlossen ist. Da weit und breit keine weitere Möglichkeit zum Pausieren zu finden ist, laufen wir - trotz Mittagshitze - durch bis Padrón, wo gerade Markt ist, den wir durchqueren müssen.





Padrón ist wohl einer der bekanntesten und geschichtsträchtigsten Orte der Jakobswege nach Santiago überhaupt.

Jakobus der Ältere wurde 44 n. Chr. im Auftrag Herodes Agrippa I. in Jerusalem enthauptet und Kopf und Rumpf den Tieren in der Wüste zum Fraß vorgeworfen. Doch Jünger brachten die sterblichen Überreste auf ein Boot, das bis nach Spanien trieb und genau in Iria Flavia in Galicien, dem heutigen Padrón, (dem Ort, an dem Jakobus der Legende nach seine erste Predigt auf spanischem Boden gehalten hatte) landete. Dort herrschte die mächtige Königin Lupa. Sie wurde von Jakobus’ Schülern um einen Karren und zwei Ochsen gebeten, um die sterblichen Überreste transportieren zu können. Als Lupa merkte, dass die wilden Stiere, die sie ihnen stattdessen gab, durch das Kreuzzeichen gezähmt worden waren, bekehrte sie sich zum Christentum.
Fuente del Carmen mit Taufszene der Königin Lupa
 
   
 
 
 
 
 
 
An dieser Ria, einem langgezogenen seichten Meeresausläufer, steht ein Denkmal des Ochsenkarrens und eine Replik des Pedrón.


An diesem Stein (einem alten Opferaltar der Römer) soll das Boot mit den Gebeinen des Jakobus festgemacht worden sein. Das Original befindet sich heute unter dem Altar der Jakobuskirche. 








Wir hatten Glück, dass wir gerade dort waren, als die Tür unter dem Altar, hinter der sich der Stein befindet, kurz geöffnet wurde. Ein in die obere Höhlung geworfenes Geldstück, das darin liegen bleibt, soll Glück bringen ;-)
Nachmittags wandern wir zum „Santiaguiño do Monte“, einer kleinen Jakobsstatue mit Steinkreuz. Hier soll der Legende nach der Apostel Jakobus seine erste Predigt auf spanischem Boden gehalten haben. Der Ort ist einsam und friedlich und wir verbringen eine ganze Weile dort oben.

     
 Eine in ganz Spanien bekannte Spezialität, die aus Padrón stammt, sind „Pimientos de Padrón“, geröstete Paprikaschoten, die wir uns natürlich heute hier bestellen. Sehr lecker!!

1 Kommentar:

  1. Hallo Dagmar,
    eben habe ich alle deine Etappen gelesen und bin total begeistert. Ich wünschte, ich hätte auch den Mut zu so einer Wanderung. Portugal liebe ich sehr und Spanien finde ich auch sehr schön.
    Hoffentlich kommt eure Pilgereise zu einem gutem Abschluss.
    LG Evi

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